Stahlmarkt-Brief Nr. 2/2026: Toxischer Importmarkt lässt EU-Preise steigen
10.04.2026
Die Spotmarktpreise sind im 1. Quartal 2026 quer durch die Erzeugnisse gestiegen. Bei Flachprodukten wurde der Höchststand des Vorjahres überschritten. Bei baunahen Langprodukten fiel der Preisanstieg insgesamt schwächer aus. Bei Rostfrei-Erzeugnissen und Edelbaustahl haben die Effektivpreise deutlich zugelegt.
Bei Unterschieden zwischen den Marktsegmenten war die mittlerweile toxische Situation am Importmarkt der wichtigste Preistreiber. Während die CBAM-Kosten höher ausfallen als erwartet, verbleiben im Zusammenhang mit der nötigen Verifizierung der Emissisonsdaten große Risiken. Gleichzeitig rücken die neuen, verschärften EU-Schutzmaßnahmen näher und die Nahost-Krise führt zu großen Problemen bei der maritimen Logistik.
Der Bestelleingang der deutschen Stahlindustrie zeigte bisher die übliche saisonale Belebung, aber keinen außergewöhnlichen Anstieg. Dagegen blieb die Konjunktur der Stahlabnehmerbranchen schwach. Die Stahlerzeugung lag in Deutschland weit über dem Vorjahr, während es auf EU-Ebene zu Rückgängen kam. Importe aus Drittländern sind zuletzt stark gefallen.
Die Rohstoffkosten sind bei beiden Erzeugungsrouten leicht gestiegen. Die Börsennotierungen für Gas sind im März deutlich gestiegen, während sich bei Strom nur ein leichter Anstieg zeigte.
Unabhängig vom weiteren Fortgang der Nahost-Krise bereiten bei den meisten Erzeugnissen die wegbrechenden Importe tendenziell den Boden für einen weiteren Preisanstieg. Allerdings müssen auch die Erwartungen an den realen Stahlbedarf nach unten korrigiert werden und Bestandseffekte halten sich offenbar in Grenzen. Die Unterstützung durch höhere Kosten bleibt wohl begrenzt. Damit bleibt das Potenzial für einen weiteren Stahlpreisanstieg unklar
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