Stahlmarkt-Brief Nr. 3/2020: Auswirkungen der Corona-Krise

06.07.2020
Die Auswirkungen der Corona-Krise haben am Stahlmarkt zu heftigen Nachfrage-Einbrüchen geführt. Flacherzeugnisse und Spezialstahl-Langprodukte sind deutlich stärker betroffen als baunahe Langprodukte. Dies schlägt sich auch in der Entwicklung der Spotmarktpreise in den einzelnen Marktsegmenten nieder. Die Preise sind zwar im zweiten Quartal durchweg gefallen, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß

Die Rohstoffkosten der Hochofenroute sind gegenüber dem Vorquartal etwas gesunken. Während die Preise für Eisenerz zulegten, gaben die Notierungen für Kokskohle deutlich nach. Der Abstand der Flachstahlpreise zu den Rohstoffkosten der Hochofenroute ist stark gefallen und hat den niedrigsten Stand seit 2011 erreicht.

Nach scharfen Preisrückgängen setzte in den meisten Regionen des Weltmarktes ab der zweiten Quartalshälfte eine gewisse Erholung ein. Diese geht aber überwiegend zögerlich vonstatten. Die große Ausnahme ist China.

Am Stahlmarkt zeigt sich aktuell eine vorsichtige Nachfragebelebung. Mehrere Faktoren sprechen dafür, dass der Abwärtstrend der Flachstahlpreise vorläufig gestoppt ist. In den kommenden Wochen dürfte eine Stabilisierungsphase zu beobachten sein. Für die Zeit nach der Sommerpause gibt es viele Unschärfen. Eine Rückkehr zur Normalität liegt vor allem in den automobilnahen Segmenten des Stahlmarktes noch in weiter Ferne.

Über diese und weitere Themen berichtet die neue Ausgabe des Stahlmarkt-Briefs, die gerade erschienen ist. Auf 12 Seiten, untermalt von zahlreichen Grafiken, werden die Marktentwicklungen des 2. Quartals 2020 und die weiteren Aussichten analysiert. Wappnen Sie sich mit fundierten Informationen für Gespräche mit Ihren Kunden und Lieferanten! Mit einem Abonnement des Stahlmarkt-Briefs sind Sie auf dem Laufenden und profitieren von unabhängiger Stahlmarkt-Kompetenz. Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend. Von beiden Informationsdiensten können Sie kostenlose Probe-Exemplare anfordern.

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Coronakrise überlagert alles -Stahlmarkt-Brief Nr. 2/2020

14.04.2020
Seit März befinden sich Stahl- und Rohstoffmärkte weltweit im festen Griff der Corona-Krise. Sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite sind entlang der gesamten Wertschöpfungskette und weltweit schockartige Entwicklungen zu verkraften. Nachfrageseitig sind in der EU durch den Stillstand in der Automobilindustrie vor allem Flachstahl und Spezial-Langprodukte betroffen. Die Nachfrage nach baunahen Langprodukten steht vergleichsweise besser da. Als Reaktion auf die wegbrechende Nachfrage oder aufgrund behördlicher Verfügungen ist auch die Erzeugung an vielen Stellen eingeschränkt.

Am deutschen Spotmarkt halten sich die preisseitigen Auswirkungen bisher in Grenzen. Der zuvor sichtbare Anstieg der Flachstahlpreise ist im März ausgelaufen. Die Preise für baunahe Langprodukte blieben im Quartalsverlauf ebenso weitgehend stabil wie die Grundpreise für Rostfrei-Erzeugnisse. Allerdings sind die Spotmarkt-Aktivitäten in den letzten Tagen in einem Maße zurückgegangen, das es in vielen Fällen kaum noch möglich macht, verlässliche Marktpreise auf einer breiteren Basis zu ermitteln.

Am Weltmarkt sind seit Mitte Märze teilweise sehr kräftige Preisrückgänge zu verzeichnen. In vielen Regionen haben die Exportpreise Mehrjahrestiefs erreicht. Dabei spielt die Abwertung vieler Währungen eine wichtige Rolle. In China kommt zwar die Industrieproduktion wieder in Gang, auf dem Stahlmarkt lasten aber hohe Bestände. In den USA hat sich der schon seit Februar sichtbare Abwärtstrend verstärkt. Die Einschränkungen der Stahlproduktion fallen je nach Land unterschiedlich aus

Im Gegensatz zu vielen anderen Rohstoffen zeigten sich die Preise für Eisenerz und Kokskohle bisher noch relativ robust. Damit blieben die Rohstoffkosten der Hochofenroute auf relativ hohem Niveau. Aktuell sind aber Schwächetendenzen zu beobachten. Die Preise am internationalen Schrottmarkt sind in der zweiten Märzhälfte abgestürzt, scheinen sich aber aktuell wieder etwas zu erholen. Bei allen Rohstoffen kommt es zu Einschränkungen sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite.

Auch wenn keinerlei Erfahrungswerte für die jetzige Situation vorliegen, spricht einiges dafür, dass in der EU jedenfalls die Flachstahlpreise in den kommenden Monaten spürbar sinken werden. Es ist nicht vorhersehbar, in welcher Geschwindigkeit und in welchem Ausmaß dies geschehen wird. Bei baunahen Langprodukten sind die Nachfragerückgänge wesentlich weniger dramatisch und die Einschränkungen der Produktion scheinen gerade in Südeuropa zu einem wesentlich größeren Teil verordnet als selbstbestimmt. Wenn zudem, wie zum Beispiel bei Betonstahl, gleichzeitig die zollfreien Importkontingente der EU-Schutzmaßnahmen ausgeschöpft sind, können daraus Angebotsengpässe entstehen.

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Abwärtstrend gestoppt - Stahlmarkt-Brief Nr. 1/2020

13.01.2020
Nach teilweise kräftigen Rückgängen im zweiten Halbjahr 2019 ist der Abwärtstrend der Spotmarktpreise zum Jahresende verbreitet ausgelaufen. Auf Quartalssicht waren dennoch verbreitet nochmals Rückgänge zu verzeichnen. Somit lagen die Spotmarktpreise im Dezember deutlich unter dem Vorjahresmonat. Die Verhandlungen im Kontraktgeschäft über neue Halbjahres- und Jahresverträge gestalten sich äußerst schwierig, da die Vorstellungen weit auseinander liegen.

Ein wichtiger Grund dafür, dass der Preistrend aktuell nach oben zeigt, sind die nun vor allem bei Flachstahl spürbaren Produktionsrücknahmen der Hersteller. Zusätzlich sorgt die wieder aufgekommene Diskussion um die Zukunft des früheren Ilva-Werkes in Italien für Unsicherheit. Zusätzlich gibt es kaum Preisdruck von der Importseite. Nachdem die Preise am Weltmarkt haben im Oktober vielfach auf 3-Jahres-Tiefs gefallen waren, setzte in der Folge verbreitet eine Gegenbewegung ein. Nach der vorigen scharfen Korrektur haben sich auch die internationalen Schrottpreise erstaunlich schnell wieder erholt. Bei Eisenerz und Kokskohle blieben die Preise dagegen auf einem gegenüber dem Sommer deutlich erniedrigten Niveau.

Der Stahlbedarf hat sich kaum erhöht. Zwar wird teilweise über Lageraufstockungen berichtet. Dennoch sind auf der Nachfrageseite keine Anzeichen für eine schnelle und nachhaltige Wende zu erkennen. Daher könnte es sich bei dem aktuellen Aufwärtstrend um ein Strohfeuer handeln.

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Stahlmarkt-Brief Nr. 4-2019: Märkte im Abwärtstrend

08.10.2019
Die Entwicklung am Stahlmarkt und an den vorgelagerten Rohstoffmärkten ist mit einem Wort zu beschreiben: Abwärtstrend!

Sowohl bei Flach- als auch bei Langprodukten sind die Spotmarktpreise weiter gefallen. Zwischenzeitlich angekündigte Preiserhöhungen haben daran nichts geändert. Einzige Ausnahme war der Rostfrei-Markt. Dort waren explodierende Nickelnotierungen, die mit einem von Indonesien angekündigten Exportverbot für Nickelerze zusammenhängen, das beherrschende Thema.

Die Stahlnachfrage blieb in den Sommermonaten schwächer als im Vorjahr. Angekündigte Produktionskürzungen blieben bisher ohne größere Wirkung auf die Marktbalance. Die EU-Drittlandeinfuhren zeigen infolge der „Schutzmaßnahmen“, die mit Wirkung ab Oktober angepasst wurden, einen schwankenden Verlauf. Das Risiko eines Importzolls bleibt in bestimmten Konstellationen hoch.

Bei den Rohstoffen kam es zu teilweise kräftigen Preiskorrekturen. Die internationalen Preise für Kokskohle und Schrott sind auf einem Drei-Jahres-Tief angelangt. Dies hat mit dazu beigetragen, dass die Weltmarktpreise für Walzstahl und Halbzeuge in praktisch allen Regionen der Welt unter verstärkten Druck geraten sind. Während Anbieter aus China sich beim Export weiter eher zurückhalten, haben Hersteller aus anderen Ländern ihre Weltmarktpräsenz deutlich erhöht.

Für eine Wende spricht derzeit nur wenig, obwohl bei einigen Preiseinflüssen immer mit Überraschungen gerechnet werden muss. Kurzfristig dürfte es zu weiteren Preisrückgängen kommen, wobei es Unterschiede zwischen den einzelnen Marktsegmenten gibt.

Diese Themen stehen im Mittelpunkt der Ausgabe Nr. 4/2019 des Stahlmarkt-Briefes, die am 7. Oktober 2019 erschienen ist. Der Stahlmarkt-Brief gibt kompakt auf 12 Seiten und untermalt mit zahlreichen Grafiken einen Überblick über die wichtigsten Einflüsse auf die Stahlpreise. Lage und Aussichten am Stahlmarkt werden aus Perspektive des Einkaufs analysiert. Wappnen Sie sich mit fundierten Informationen für Gespräche mit Ihren Kunden und Lieferanten! Mit einem Abonnement des Stahlmarkt-Briefs sind Sie auf dem Laufenden und profitieren von unabhängiger Kompetenz. Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend. Von beiden Informationsdiensten können Sie kostenlose Probe-Exemplare anfordern. Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier

Schwache Nachfrage weiter dominierend -Stahlmarkt-Brief Nr. 3/2019

08.07.2019
In praktisch allen Segmenten des deutschen Stahlmarktes sind die Spotmarktpreise im zweiten Quartal 2019 gesunken. Vielfach angestrebte Erhöhungen konnten kaum umgesetzt werden. Wichtigster Grund für die Preisrückgänge war die Nachfrage, die auch im üblicherweise starken Frühjahrsquartal schwach blieb. Im Zentrum der Flaute steht weiter die Autoindustrie. Die Stahlerzeugung ist bisher vergleichsweise wenig gefallen, für die kommenden Monate ist aber eine Ausweitung der Produktionsrücknahmen angekündigt. Die EU- „Schutzmaßnahmen“ wirkten sich je nach Erzeugnis unterschiedlich aus.

Die Eisenerzpreise haben nach einem weiteren kräftigen Anstieg mittlerweile ein 5-Jahres-Hoch erreicht. Etwas schwächer zeigten sich dagegen die Preise für Kokskohle und Schrott. Der Abstand der Flachstahlpreise zu den Rohstoffkosten ist auf das niedrigste Niveau seit Ende 2016 gestürzt. Eine in vielen Regionen schwache Nachfrage hat am Weltmarkt zu mehr oder weniger starken Preisrückgängen geführt. Die US-Preise brachen regelrecht ein und haben ihr Premium zum Rest der Welt weitgehend verloren. Die US-Importzölle auf Stahleinfuhren wurden in Teilen gelockert.

Ausblick: Über den Sommer sind keine größeren Preisbewegungen zu erwarten. Bei einigen Erzeugnissen könnten die Preise noch etwas sinken. Die derzeitige Konstellation am Stahlmarkt ist in mehreren Punkten ungewöhnlich und mahnt für den späteren Jahresverlauf zur Aufmerksamkeit.

Diese Themen stehen im Mittelpunkt der Ausgabe Nr. 3/2019 des Stahlmarkt-Briefes, die am 8. Juli 2019 erschienen ist. Der Stahlmarkt-Brief gibt kompakt auf 12 Seiten und untermalt mit zahlreichen Grafiken einen Überblick über die wichtigsten Einflüsse auf die Stahlpreise. Lage und Aussichten am Stahlmarkt werden aus Perspektive des Einkaufs analysiert. Wappnen Sie sich mit fundierten Informationen für Gespräche mit Ihren Kunden und Lieferanten! Mit einem Abonnement des Stahlmarkt-Briefs sind Sie auf dem Laufenden und profitieren von unabhängiger Kompetenz. Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend. Von beiden Informationsdiensten können Sie kostenlose Probe-Exemplare anfordern.

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Stahlmarkt Consult Andreas Schneider | Schleiermacherstr. 7 | 51377 Leverkusen Tel.: 0214 / 3122 8164 | E-Mail: info@stahlmarkt-consult.de

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