Stahlmarkt-Brief Nr. 1/2026: EU-Regulatorik als wichtigster Preistreiber am Stahlmarkt
13.01.2026
Der Trend der Spotmarktpreise zeigte bei den meisten Stahlerzeugnissen im 4. Quartal 2025 nach oben. Flach-, Rostfrei- und Spezialstahlprodukte waren davon stärker betroffen als baunahe Langprodukte. Auch für das neue Jahr sind höhere Preise wahrscheinlich.
Haupttreiber sind regulatorische Einflüsse. Neben die EU-Pläne für eine drastische Importbegrenzung tritt das Grenzausgleichssystem CBAM, zu dem Mitte Dezember neue Informationen veröffentlicht wurden. Diese lassen erwarten, dass die CBAM-Kosten in vielen Fällen höher ausfallen werden als bisher erwartet. Insbesondere die bei mehreren Ländern überraschend erhöhten „Standardwerte“ und die Vorgaben zur Verifizierung könnten preistreibend wirken. Die aus dem Europäischen Emissionshandel kommenden CO2-Kosten werden ebenfalls steigen, die daraus für die einzelnen EU-Hersteller resultierenden Mehrkosten lassen sich aber noch nicht beziffern.
Der Bestelleingang der deutschen Stahlerzeuger hat sich im Herbst ebenso belebt wie der Absatz des Stahlhandels. Dagegen zeigt sich bei der Konjunktur der Stahlabnehmer kein klarer Trend zur Besserung. Importe aus Drittländern sind im Jahresverlauf 2025 gestiegen, dürften aber im neuen Jahr deutlich zurückgehen
Die Rohstoffkosten beider Erzeugungsrouten sind im Schlussquartal etwas gestiegen, lagen aber im Dezember spürbar unter dem Vorjahresmonat.
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