Nur kleine Lichtblicke nach Preis-Tsunami: Stahlmarkt-Brief Nr. 3/2021

07.07.2021
In der Breite des Stahlmarktes war das 2. Quartal 2021 für Stahleinkäufer das schlimmste Quartal aller Zeiten. Die bereits zuvor hohen Preise sind quer durch die Erzeugnisse noch einmal stark gestiegen. Bei Unterschieden in den einzelnen Marktsegmenten sind vielfach Preiserhöhungen um mehrere hundert Euro in wenigen Monaten zu verkraften. Frühere Höchststände sind zur Makulatur geworden und werden weit übertroffen. Die Versorgungslage ist weiter kritisch und hat sich in einigen Segmenten noch einmal verschlechtert.
Die Rohstoffpreise sind unerwartet deutlich gestiegen. Eisenerz- und Schrottpreise haben historische Höchststände erreicht.

Doch inmitten dieser für Stahlverarbeiter äußerst ungünstigen Lage gibt es auch einige Lichtblicke: Die Lücke zwischen Auftragseingängen und Erzeugung in der Stahlindustrie ist kleiner geworden. Die Versorgungslage könnte sich im 2. Halbjahr schrittweise entspannen. Zudem sind die Preisunterschiede am Weltmarkt deutlich gewachsen, wodurch Importe am EU-Markt wieder zum wichtigen Wettbewerbsfaktor werden. Die unverhohlen protektionistische Politik der EU steht einer stärkeren Entlastung durch Importe aber leider im Weg.

Der Preisausblick fällt für die einzelnen Produktbereiche unterschiedlich aus. Eine schnelle allgemeine Preiswende ist aber nicht in Sicht.

Die Ausgabe Nr. 3/2021 des Stahlmarkt-Briefes, die jetzt erschienen ist, berichtet über diese Themen und nennt Fakten und Hintergründe. Auf 13 Seiten, untermalt von zahlreichen Grafiken, werden die Marktentwicklungen des 2. Quartals 2021 und die weiteren Aussichten analysiert. Wappnen Sie sich mit fundierten Informationen für Gespräche mit Ihren Kunden und Lieferanten! Mit einem Abonnement des Stahlmarkt-Briefs sind Sie auf dem Laufenden und profitieren von unabhängiger Stahlmarkt-Kompetenz. Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend. Von beiden Informationsdiensten können Sie kostenlose Probe-Exemplare anfordern.Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier

© StahlmarktConsult Andreas Schneider. Verwendung nur mit Quellenangabe erlaubt.

Keine baldige Entspannung in Sicht: Stahlmarkt-Brief Nr. 2/2021

12.04.2021
Aus Sicht der stahlverarbeitenden Industrie ist der Stahlmarkt in den vergangenen Monaten an allen Weggabelungen in die falsche Richtung abgebogen. Darüber berichtet die neue Ausgabe des Stahlmarkt-Briefes, die jetzt erschienen ist. Einige Kernaussagen sind:

  • Während sich die Versorgungslage stetig zuspitzt, haben die Preise für Feinbleche und Warmband historische Höchstwerte erreicht. Bei baunahen Langprodukten konnte das am Jahresanfang erreichte hohe Preisniveau gehalten werden. Am Rostfrei-Markt sind die Effektivpreise stark gestiegen und die Beschaffung ist schwieriger geworden.

  • Insbesondere in automotivenahen Bereichen des Stahlmarktes gibt es unverändert einen Nachfrageüberhang, der teilweise noch aus dem Vorjahr stammt. Die Stahlnachfrage war im 4. Quartal durch Bestandseffekte stark überzeichnet, hat aber im neuen Jahr etwas nachgelassen. Die Produktionsausweitung der EU-Werke stößt auf immer neue Hinder-nisse und ist am Jahresanfang zum Stillstand gekommen. Importe können wenig zur Entlastung beitragen, woran importbeschränkende Maßnahmen der EU einen erheblichen Anteil haben.

  • Die Rohstoffkosten der Stahlerzeugung sind weiter hoch, können aber den jüngsten Preisanstieg nicht begründen. Vor allem bei Flachstahl haben sich die Spotmarktpreise in historisch einmaliger Weise von den Rohstoffkosten abgekoppelt.

  • Am Weltmarkt gehen die Preise seit Mitte Februar wieder steil nach oben. Maßgeblich daran beteiligt sind behördlich verfügte Produktionseinschränkungen und Spekulationen über wegfallende Exportrabatte in China.

Die Einzelheiten zu diesen und weiteren Themen sowie den Ausblick auf die weitere Entwicklung finden Sie in der aktuellen Ausgabe Nr. 2/2021. Auf 12 Seiten, untermalt von zahlreichen Grafiken, werden die Marktentwicklungen des 4. Quartals 2020 und die weiteren Aussichten analysiert. Wappnen Sie sich mit fundierten Informationen für Gespräche mit Ihren Kunden und Lieferanten! Mit einem Abonnement des Stahlmarkt-Briefs sind Sie auf dem Laufenden und profitieren von unabhängiger Stahlmarkt-Kompetenz. Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend. Von beiden Informationsdiensten können Sie kostenlose Probe-Exemplare anfordern. Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier

Stahlmarkt im Ausnahmezustand: Stahlmarkt-Brief Nr. 1/2021

12.01.2021
Am Ende des lange unter dem Vorzeichen einer großen Krise stehenden Stahljahres 2020 liegen Stahl- und Rohstoffpreise unerwartet auf mehrjährigen oder gar historischen Höchstständen. Die Märkte befinden sich in einem absoluten Ausnahmezustand. Dies gilt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Was hinter dieser Entwicklung steht und wie es weiter gehen könnte, lesen Sie in der neuen Ausgabe des Stahlmarkt-Briefes.

Einige Kernaussagen sind:
Vor allem in den letzten Wochen des Jahres kam es am Spotmarkt zu kräftigen Preissprüngen. Der zunächst auf Flacherzeugnisse konzentrierte Preisanstieg hat sich auf Grobbleche und Langprodukte ausgedehnt. Am Rostfrei-Markt blieb die Entwicklung bisher verhaltener, wobei hier deutlich höhere Legierungszuschläge zu beobachten sind. Auch im Vertragsgeschäft sind deutliche Erhöhungen zu beobachten, die aber in den verschiedenen Marktsegmenten unterschiedlich stark sind.

Der deutsche Stahlmarkt ist von quer durch die Erzeugnisse von zunehmenden Versorgungsproblemen gekennzeichnet. Die Auftragseingänge der Stahlwerke lagen in den vergangenen Monaten sehr deutlich über dem Vorjahr. Die Stahlerzeugung ist langsamer, aber stetig gestiegen. Lagerzyklische Effekte und sinkende Importe aus Drittländern verschärfen die Lage.

Im Dezember explodierende Eisenerz- und Schrottpreise sind als neue Preistreiber hinzugekommen. Die Eisepreise haben den höchsten Stand seit 2011 erreicht. Auch die internationalen Schrottpreise erleben einen selten gesehenen Höhenflug. Die Rohstoffkosten der Hochofenroute sind im Dezember stark gestiegen, der Anstieg der Stahlpreise fällt aber steiler aus.

Auch am Weltmarkt kam es zu einem scharfen Preisanstieg, wobei sich die internationalen Preisrelationen in den vergangenen Monaten verschoben haben.

Über diese und weitere Themen berichtet die neue Ausgabe des Stahlmarkt-Briefs, die gerade erschienen ist. Auf 12 Seiten, untermalt von zahlreichen Grafiken, werden die Marktentwicklungen des 4. Quartals 2020 und die weiteren Aussichten analysiert. Wappnen Sie sich mit fundierten Informationen für Gespräche mit Ihren Kunden und Lieferanten! Mit einem Abonnement des Stahlmarkt-Briefs sind Sie auf dem Laufenden und profitieren von unabhängiger Stahlmarkt-Kompetenz. Für ein monatliches, kompaktes Marktupdate empfehlen wir den Stahlpreis-Trend. Von beiden Informationsdiensten können Sie kostenlose Probe-Exemplare anfordern. Weitere Informationen und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier

WDR-Film über ThyssenKrupp

26.11.2020
Am 25. November beschäftigte sich das WDR-Fernsehen mit der Situation bei ThyssenKrupp. Gezeigt wurde unter anderem der 45minütige Film „Thyssenkrupp - Stahlriese am Abgrund?“, der in der Reihe "Die Story" erschienen ist. In dem sehenswerten Film werden Hintergründe des Niedergangs und die aktuelle Situation des Unternehmens beleuchtet.
StahlmarktConsult-Inhaber Andreas Schneider kommt an mehreren Stellen des Films mit Wortbeiträgen vor. Basis hierfür war ein längeres Interview von Herrn Schneider mit dem renommierten Filmemacher Ingolf Gritschneder im September 2020.
Der Film ist noch bis zum 25.11.2021 in der ARD-Mediathek verfügbar unter
https://www.ardmediathek.de/wdr/video/die-story/thyssenkrupp-stahlriese-am-abgrund/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTY2MmU1ZDQ0LTUwYjMtNGE2My1hYWM5LWJiYzUyYjI1YTJiNQ/

Stahlmarkt Consult bei "Europe Steel Markets 2020"

19.11.2020
Der Informationsdienst Kallanish veranstaltet am 9./10. Dezember 2020 die virtuelle Konferenz  "Europe Steel Markets 2020". Andreas Schneider von StahlmarktConsult wird als Referent und Panel-Teilnehmer an diesem Event teilnehmen. Vorgesehen ist ein Vortrag in der Session 6 "The Future of Steel". Thema ist der Weg zum "grünen" Stahl und die Konsequenzen für Stahlverarbeiter. Es folgt eine Panel-Diskussion, an der nach aktuellem Stand auch Carl Orrling, SSAB, und Lorenzo Angelini, Feralpi Siderurgica, teilnehmen werden.
Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten zu dieser interessanten Veranstaltung finden Sie hier

Stahlmarkt Consult Andreas Schneider | Schleiermacherstr. 7 | 51377 Leverkusen Tel.: 0214 / 3122 8164 | E-Mail: info(at)stahlmarkt-consult.de

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