Stahlmarkt Consult Blog

In meinem Stahlmarkt-Blog befasse ich mich mit Neuigkeiten aus der Stahlmarkt-Welt und analysiere Trends und Marktentwicklungen.

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Auf die Erzpreise kommt es an!

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Der deutsche Flachstahlmarkt ist nicht berauschend ins neue Jahr gestartet. Am Spotmarkt sind die Preise zwar seit dem im November 2012 erreichten Tiefstand je nach Erzeugnis um ca. 20,- bis 50,- €/t gestiegen. Die Werke tun sich aber schwer damit, die ausgegebenen Zielpreise am Markt umzusetzen.

Der bisherige Preisanstieg war nur in geringem Ausmaß nachfragetrieben. Die zum Jahresanfang erwartete Nachfragebelebung ist hinter den Vorjahren und auch hinter vielen Erwartungen zurück geblieben.

Der jetzt vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Index des Auftragseingangs für Januar 2013 (Originalwert Volumenindex) weist für die Stahlindustrie mit 99,7 Punkten einen Wert auf, der um 16% unter dem Wert von 2012 und um 19% unter 2011 liegt. Damit werden die Berichte bestätigt, nach denen die Stahlnachfrage weiter recht verhalten ausfällt. Vor allem werden größere Lagerergänzungen offenbar weiterhin vermieden.

Die deutsche Rohstahlproduktion, die im Januar 2013 noch um 6,5% höher als im Vorjahr lag, weist im Februar einen Rückgang um 4% aus. Auch dies deutet darauf hin, dass die Nachfrage bei den Werken nicht überschäumend ist.

Im Flachstahlbereich sind die Preiserhöhungen der vergangenen Wochen vor allem den gestiegenen Rohstoffkosten und der festen Absicht der Werke geschuldet, ihre Ergebnissituation zu verbessern. Zudem war der Preiswettbewerb durch Importe nicht stark ausgeprägt.

Nachdem von der Marktdynamik keine starken Impulse ausgehen, wird die Preisentwicklung am Flachstahlmarkt in den kommenden Monaten stark von den Rohstoffpreisen beeinflusst werden. Während die Preise für Kokskohle und Schrott seit Monaten bei insgesamt leicht rückläufiger Tendenz relativ stabil sind, sieht es am Eisenerzmarkt anders aus. Hier hatten die Spotmarktpreise für Feinerz nach dem Absturz im dritten Quartal 2012 einen fulminanten Start ins Jahr 2013 hingelegt und waren weit über alle Prognosen hinaus geschossen. Dies hat zur Folge, dass die Rohstoffkosten im Oxygenstahlwerk vor allem unter dem Einfluss der Eisenerzpreise stehen.

Ähnlich wie am chinesischen Stahlmarkt insgesamt ist zuletzt am Erzmarkt wieder etwas Ruhe eingekehrt. Mit knapp unter 150,- $/t cfr China liegen die Feinerzpreise aktuell um etwa 10,- $/t unter dem bisherigen Jahreshöchstwert. Im Monatsdurchschnitt wiesen die Preise im Februar nur noch ein kleines Plus gegenüber Januar auf.

Viele Experten erwarten, dass das jetzt erreichte Preisniveau im weiteren Jahresverlauf nicht gehalten werden kann und dass es vor allem im zweiten Halbjahr zu Rückschlägen kommen kann. Das Problem dabei ist, dass alle Preis-Prognosen für Eisenerz auf schwachen Füßen stehen. Zu stimmungsanfällig und unberechenbar hat sich der Markt in den vergangen Monaten gezeigt. Wenn sich Preise in kurzer Zeit fast halbieren und dann wieder verdoppeln, kann das mit Fundamentaldaten nicht mehr erklärt werden.

Im Moment sieht es so aus, dass der von der Rohstoffseite ausgehende Preisauftrieb für Flachstahl ausläuft. Um ein Gefühl für die Richtung der Flachstahlpreise in den kommenden Monaten zu bekommen, muss der Eisenerzmarkt aber laufend beobachtet werden.

© StahlmarktConsult Andreas Schneider. Nachdruck und Verwendung mit Quellenangabe ist erlaubt.

in 2013 Aufrufe: 1871 0 Kommentare

Andreas Schneider, Inhaber von Stahlmarkt Consult Andreas Schneider, teilt hier regelmäßig seinen Blick auf das Stahlmarktgeschehen.

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Gast Montag, 11 November 2019

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