Stahlmarkt Consult Blog

In meinem Stahlmarkt-Blog befasse ich mich mit Neuigkeiten aus der Stahlmarkt-Welt und analysiere Trends und Marktentwicklungen.

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Halbjahresverträge Flachstahl: Es wird wieder ein Minus

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In diesen Tagen werden vor allem in der Automobil(zuliefer)industrie die für das erste Halbjahr 2015 geltenden Preisabschlüsse für Flachstahl verhandelt. Alle Zeichen sprechen dafür, dass die Abschlüsse bei den Preisen erneut ein Minuszeichen ausweisen werden. Für die meisten Einkäufer wäre dies das fünfte Mal in Folge, dass sich die Stahlpreise gegenüber dem Vor-Halbjahr reduzieren.

Die Faktoren, die für niedrigere Halbjahrespreise sprechen, liegen klar auf der Hand:

• Für die meisten Flacherzeugnisse lagen die Spotmarktpreise für Grundgüten im Mittel des zweiten Halbjahres 2014 um ca. 30,- €/t niedriger als im ersten Halbjahr 2014. Dies liegt weniger an einem entsprechenden Preisrückgang im zweiten Halbjahr als daran, dass das im Juli erreichte Ausgangsniveau deutlich niedriger war als im Januar 2014. Daher wird das Ausmaß der Preisreduzierungen für Halbjahresverträge auch davon abhängen, inwieweit dieser Rückgang bereits in die Abschlüsse für das zweite Halbjahr 2014 eingeflossen war.
• Die Spotmarktpreise blieben zwar über weite Strecken des zweiten Halbjahrs 2014 recht stabil, sind aber zum Jahresende hin unter Druck geraten. Aufgrund des konjunkturell bedingt schwächeren Stahlbedarfs und der negativen Lagereffekte ist am Markt ein Überangebot entstanden. Der Preiswettbewerb innerhalb der EU hat sich wieder verstärkt.
• Die Rohstoffkosten der Hochofenroute liegen am Jahresende um fast 20,- €/t niedriger als im Juli. Grund dafür sind in erster Linie die nochmals gesunkenen Eisenerznotierungen.
• Anders als in vielen Vorjahren, ist für das erste Quartal 2015 nicht mit einer deutlichen Marktbelebung bzw. mit anziehenden Spotmarktpreisen zu rechnen. Im ersten Quartal dürfte die konjunkturbedingte Belebung der Stahlnachfrage nur schwach ausfallen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2014 sind sogar Rückgänge nicht unwahrscheinlich, wobei hier auch Witterungseinflüsse eine Rolle spielen. Angesichts des schwachen Gesamtumfeldes dürften sich auch Lageraufstockungen in Grenzen halten.

All diese Faktoren wirken sich noch stärker aus, wenn man auf Jahresbasis einen Vergleich der Jahre 2014 und 2013 vornimmt. Daher sind in den Fällen, in denen Anfang 2014 ein fester Jahrespreis vereinbart worden ist, bei Neuabschlüssen für 2015 deutlich kräftigere Preisabschläge nahliegend. Allerdings ist es nach der Marktentwicklung des vergangenen Jahres fraglich, in welchem Ausmaß Jahresverträge ohne Anpassungsmechanismen für das kommende Jahr wieder vereinbart werden. Jedenfalls dürften die in den vergangenen Verhandlungsrunden verlangten „Sicherheitsaufschläge“ für Jahrespreise bei vielen Stahleinkäufern kaum Anklang finden. Zu berücksichtigen ist aber nicht nur alleine die Preiskomponente. Die Sinnhaftigkeit von Preisbindungen hängt auch stark vom Gleichlauf zwischen Lieferanten- und Kundenseite ab.

 

in 2014 Aufrufe: 2305 0 Kommentare

Andreas Schneider, Inhaber von Stahlmarkt Consult Andreas Schneider, teilt hier regelmäßig seinen Blick auf das Stahlmarktgeschehen.

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Gast Dienstag, 15 Oktober 2019

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