Nachdem die EU-Kommission am 17. Dezember die zentralen Parameter zur Umsetzung des Europäischen CO2-Grenzausgleichs CBAM endlich veröffentlicht hat, stehen zwei Dinge fest: Die Erwartungen für die anfallenden CBAM-Kosten müssen nach oben korrigiert werden und Drittlandhersteller werden gegenüber EU-Herstellern in einer Reihe von Punkten erheblich benachteiligt. Dies wird die Stahlpreise in der EU steigen lassen.
Stahlmarkt Consult Blog
Nach einer zweijährigen Testphase wird der Europäische CO2-Grenzausgleich CBAM ab 2026 voll implementiert und damit kostenwirksam. Die immer noch ausstehende Veröffentlichung wichtiger Parameter durch die EU-Kommission macht betroffenen Unternehmen allerdings eine verlässliche Planung unmöglich. Auch Mengen- und Preiswirkungen des CBAM auf Importe aus Drittländern sind schwer einzuschätzen. Zudem wirken weitere Einflüsse auf die Stahlpreise ein. Es ist daher nicht sicher, ob die zum Jahreswechsel anstehende CBAM- „Scharfschaltung“ schon kurzfristig preiserhöhend wirken wird.
