Spätestens mit den im Juli in Kraft getretenen neuen Importbeschränkungen hat am EU-Stahlmarkt eine neue Ära begonnen. Diese ist kennzeichnet von massiven staatlichen Interventionen, einer zunehmenden Entkopplung vom Rest der Welt und dem Versuch, die Stahlerzeugung in ihrer bisherigen Größe zu erhalten. Die Zäsur ist massiv. Welche Folgen sind für Stahlhersteller und ihre Kunden zu erwarten?
Stahlmarkt Consult Blog
Nach einer zweijährigen Testphase wird der Europäische CO2-Grenzausgleich CBAM ab 2026 voll implementiert und damit kostenwirksam. Die immer noch ausstehende Veröffentlichung wichtiger Parameter durch die EU-Kommission macht betroffenen Unternehmen allerdings eine verlässliche Planung unmöglich. Auch Mengen- und Preiswirkungen des CBAM auf Importe aus Drittländern sind schwer einzuschätzen. Zudem wirken weitere Einflüsse auf die Stahlpreise ein. Es ist daher nicht sicher, ob die zum Jahreswechsel anstehende CBAM- „Scharfschaltung“ schon kurzfristig preiserhöhend wirken wird.
